09 Sep

Bilinguale Erziehung

Europa wächst immer stärker zusammen. In Deutschlands Kindertageseinrichtungen sind zunehmend Kinder mit Migrationshintergrund zu finden, vor allem Kinder, deren Familien ursprünglich aus der Türkei, aus Italien oder den osteuropäischen Ländern wie etwa Polen stammen. Häufig wachsen diese Kinder zweisprachig auf. Und auch die Kindertageseinrichtungen reagieren auf diese Entwicklungen.

So gibt es zum Beispiel Betreuerinnen, die nur für die Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden. Diese entwickeln spezielle Förderprogramme für Kinder mit Migrationshintergrund, in denen sie ihnen spielerisch die deutsche Sprache und die Grammatik lernen. Dies ist besonders wichtig in Einrichtungen, deren Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund etwa 60% aller Kinder betrifft (zum Beispiel in Ballungsgebieten). Häufig sprechen deren Eltern nicht gut Deutsch und können es den Kindern somit nicht selbst ausreichend beibringen.

Aber auch andere Sprachen werden bereits in den Kindergärten angeboten vor allem Englisch und Französisch. Hier reagierte man auf den zunehmenden Leistungsdruck, dem Kinder bereits in der Schule ausgesetzt sind. Durch das spielerische Lernen einer Fremdsprache im Kindergarten kann man in der Schule auf die bisher gemachten Erfahrungen zurück greifen und hat es somit in der Schule leichter. Gelernt werden zum Beispiel Sätze wie „Mein Name ist… ich bin 6 Jahre alt“.

Das Erlernen einer fremden Sprache bereitet Kindern sehr viel Freude. In den Einrichtungen wird diese Motivation der Kinder aufgegriffen. Zudem ist erwiesen, dass man in den ersten 6 Lebensjahren am besten lernen kann und dass diese gemachten Erfahrungen uns sehr prägen. Kein Wunder also, dass viele Eltern ihre Kinder bereits im Kindergarten mit einer Fremdsprache vertraut machen möchten. Zu beachten ist jedoch, dass dies nur geschehen sollte, wenn das Kind auch damit einverstanden ist. Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck!

So lange solche Lernprogramme spielerisch ablaufen und dem Kind Freude machen, ist dagegen nichts einzuwenden. Ein Spielturm für Kinder mit verschiedenen Verstecken in denen Bilderkarten zu finden sind zu denen die Kinder Schritt für Schritt neue Begriffe lernen ist hier nur eine von zahlreichen Möglichkeiten. Wir sollten uns immer wieder bewusst macht, dass es sich noch immer um ein Kind handelt. Lernen muss es in seiner Schullaufbahn noch genug – können Sie ihm also ausreichend Freizeit und vor allem Zeit zum Spielen mit seinen Freunden. Es hat ein Recht darauf!

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