09 Sep

Bachelor/ Masterstudiengänge in Europa

Europa wächst zusammen. Dies wird nun auch durch einheitliche Abschlüsse der Hochschulen gefördert. In den letzten Jahren lief die Umstellung der Studiengänge vom Staatsexamen und Diplom zum Bachelor und Master auf Hochtouren. Nun sind sogar die Lehramtsstudiengänge an das System angepasst – das Staatsexamen ist ein Auslaufmodell. Momentan enden bereits vier von fünf Studiengängen mit dem Abschluss Bachelor oder Master.

Dieses Bachelor / Master – Modell basiert auf dem Bologna – Prozess. Im Jahre 1999 unterschrieben die Regierungsvertreter/innen aus 29 Nationen Europas die „Bologna-Erklärung“, deren Ziel die Einrichtung eines europäischen Hochschulraumes ist. Realisiert werden sollte dies bis zum Jahre 2010. Der Grund für diese Regelung war, dass man die Bildungssysteme der unterschiedlichen Nationen besser miteinander kompatibel machen wollte. Zudem erhoffte man sich, bessere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Absolventen nach dem Studium innerhalb Europas zu schaffen.

Der positive Aspekt dieser Regelung ist auf jeden Fall, dass man die Abschlüsse aufgrund ihrer Einheitlichkeit miteinander vergleichen kann. Früher gab es große Qualitätsunterschiede zwischen den Ländern, was die Hochschulabschlüsse betraf. So konnten beispielsweise in den osteuropäischen Staaten ausgebildete Grundschullehrer ihren Beruf in Deutschland nicht ausüben. Diese Stolpersteine möchte man durch die neuen Abschlüsse aus dem Weg räumen. Ein in Deutschland gemachter Master soll genau so viel zählen, wie ein Master, der in Spanien absolviert wurde.

Und doch gibt es auch Probleme, die durch diese neue Studienordnung auftauchen: So sind die Studierenden einem großen Leistungsdruck ausgesetzt – das Anforderungsniveau ist hoch. Ähnlich, wie sie es bereits von den Gymnasien her kennen, werden auch innerhalb des Studiums noch einmal Auswahlverfahren durchgeführt. So beenden einige ihr Studium nach drei Semestern (oder früher) wieder, weil sie den Anforderungen nicht gewachsen sind. Vor allem in Naturwissenschaftlichen Studiengängen ist dies zu beobachten.

Die Situation sollte weiter kritisch beobachtet werden. Zum Einen, weil ernsthafte Gefahren von Burnout bereits während des Studiums bestehen, zum Anderen, weil das Recht auf Bildung manchen verwehrt bleibt – sie können die Studienbeiträge nicht aufbringen und durch den hohen Arbeitsaufwand des Studiums wird das Arbeiten nebenbei (zum Beispiel, um die Studiengebühren zu finanzieren) erschwert.

Bild: erd Altmann  / pixelio.de

bachelor_master_abschluss

09 Sep

Förderungen und Stipendien in Europa

Wer sich für ein Studium entscheidet, für den steht auch eine gesicherte Finanzierung des Studiums im Vordergrund. Im Jahr 2006 bezogen die durchschnittlichen Studenten ihre finanziellen Mittel aus in der Regel zwei Einkommensquellen. Ein Drittel aller Studenten zog sogar drei oder mehr Einkommensquellen heran. Dies bedeutet, dass ein Studium meist durch eine Mischfinanzierung absolviert werden kann.

Vor allem die Eltern unterstützen die meisten Studenten, nämlich mit monatlich etwa 448 Euro. Außerdem können viele Studenten BAföG beziehen oder gehen einer Tätigkeit nach. Wer kein BAföG bekommt und während des Studiums nicht arbeiten kann, für den gibt es die Möglichkeit, einen Studienkredit abzuschließen, oder ein Stipendium zu erhalten. Diese Förderprogramme unterstützen den Studierenden entweder durch Geld – oder Sachleistungen.

Es gibt eine Vielzahl an Förderungen und Stipendien in Europa. Einerseits kann man vom Bund, den Ländern und den Gemeinden Unterstützung bekommen, andererseits auch durch spezielle Stiftungen, bei denen man sich für ein Stipendium bewerben kann. Diese Stiftungen haben bestimmte Kriterien, die der Bewerber erfüllen sollte, zum Beispiel eine hohe wissenschaftliche Kompetenz oder gesellschaftliches bzw. gewerkschaftliches Engagement. Eine Liste dieser Begabtenförderungswerke  finden Sie im Internet auf Seiten zur Berufs – und Studienwahl.

Innerhalb Europas ist vor allem auch das Programm ERASMUS bekannt, welches die Mobilität von Studenten und Dozenten an teilnehmenden Universitäten fördert. So unterstützt dieses Programm seine Teilnehmer zum Beispiel bei der Finanzierung von Auslandssemestern oder Auslandsaufenthalten und sorgt für eine gute Betreuung durch Ansprechpartner an den besuchten Hochschulen. Auf diese Weise werden die Staaten gut miteinander vernetzt.

Auch Stipendien, welche unabhängig von Studienleistungen sind, werden vergeben. Für solche Stipendien lohnt sich eine umfassende Recherche nach Anlaufstellen im Internet. Man kann sich dort beispielsweise bewerben, um eine einmalige Finanzierung zu bekommen, wie etwa für ein Auslandssemester oder für Literaturanschaffungen. Bei solchen Stipendien sind eher die persönlichen Leistungen gefragt.

09 Sep

Auslandsaufenthalte in Europa während des Studiums

In einem unserer Beiträge berichteten wir bereits über Auslandsaufenthalte, welche in der Schulzeit durch Partnerprogramme vieler Schulen ermöglicht werden. Nun möchten wir den Blick auf solche Aufenthalte in der Studienzeit lenken. Diese gewinnen zunehmend mehr an Bedeutung, was wahrscheinlich auch an der Globalisierung und der Umstellung auf die Bachelor – und Master- Studiengänge liegt.

Wer sich nach einem abgeschlossenen Hochschulstudium für eine Stelle bewirbt, für den ist es zumeist von Vorteil, wenn er in seinem Lebenslauf ein Auslandssemester vorweisen kann, in dem er Erfahrungen in einem anderen Land sammeln konnte. Wenn es sich bei diesem Land um eines handelt, in dem eine andere Sprache als Englisch oder Französisch gesprochen wird (was die Meisten von uns in der Zeit des Gymnasiums erlernen konnten), so bringt dies dem Bewerber weitere Pluspunkte ein, zum Beispiel, weil er Spanisch erlernte, um in der Wirtschaftswelt Spaniens etwas zu verstehen.

Je nachdem, was ein Bewerber studiert hat, ist es mittlerweile sogar ein ungeschriebenes Gesetz, dass man bessere Berufschancen hat, wenn man ein Auslandssemester absolviert hat. In vielen Berufen des wirtschaftlichen Sektors ist dies bereits der Fall. Aber auch Informatikstudenten schreiben gerne auch ihre Masterarbeit in anderen Staaten, zum Beispiel in Australien. So etwas schindet Eindruck und lässt auf viele, der Firma gewinnbringende Erfahrungen schließen.

An solche Auslandssemester kommt man, indem man sich an die dafür zuständige Abteilung der Hochschule wendet. Diese ist mit anderen Hochschulen verschiedener Staaten Kooperationen eingegangen. Dort erfährt man alles, was man wissen muss, wenn man sich für solche Auslandsaufenthalte interessiert, von der Packliste über Einreisebestimmungen, Wohnungsvermittlungen und vieles mehr. Auch werden einem dort gute Hochschulen empfohlen.

Viele Studenten, die ein Semester im (europäischen) Ausland studierten, erzählen von bereichernden Erfahrungen ihrer Persönlichkeit oder auch ihrer Fachkenntnisse. Viele nutzen diese Gelegenheit auch, um noch einmal ein anderes Land zu bereisen, bevor der Ernst des Arbeitslebens beginnt. Wir empfehlen allen Interessierten, diese Chance zu nutzen, um ihren Horizont zu erweitern. Dies ist eine weitere Möglichkeit, das Recht auf Bildung voll auszuschöpfen!

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

09 Sep

Auslandsaufenthalte in Europa während der Schulzeit

Auslandsaufenthalte während der Schulzeit bereichern den Schulalltag unserer Schüler ungemein. Durch diese Erfahrungen, die während eines Aufenthaltes in einem anderen Land gewonnen werden können, lernen die Schüler Wichtiges für ihr weiteres Leben. So können Sie beispielsweise ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse verbessern, neue Sprachen erlernen oder die Kultur eines Landes besser verstehen lernen, indem sie sie hautnah erleben. Auch für das Selbstverständnis und im Bereich der Sozialen Kompetenzen, kann ein solcher Aufenthalt ein Gewinn sein.

Ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit ist für viele Schüler ein Ereignis, an das sie sich gerne erinnern. Und auch für ihren beruflichen Werdegang kann eine solche Erfahrung von großer Bedeutung oder auch von Vorteil sein: So gibt es Berufe, in denen Bewerber, die Aufenthalte im (europäischen) Ausland vorweisen können, stark bevorzugt werden. Gleichermaßen nur stärker gilt dies auch für ein Auslandssemester während der Studienzeit. Auf diesen Punkt kommen wir aber noch ausführlicher zu sprechen.

Es ist erfreulich, dass viele Schulen ihren Schülern einen solchen Aufenthalt in einer Gastfamilie ermöglichen können. Hierzu haben sich durch Partnerschaften mit Städten auch die mit anderen Schule entwickelt. Meist findet ein solcher Schüleraustausch jährlich mit immer wechselnden Schülergruppen statt. In der Regel sind diese Austauschprogramme so organisiert, dass Schüler aus verschiedenen Ländern paarweise zusammen finden und sich die Klassen gegenseitig besuchen. Jeder Schüler kann dann in der Familie seines Tandempartners übernachten.

Ein solcher Austausch sorgt für das gegenseitige Verständnis unter Jugendlichen, zum Einen, was die Kultur betrifft, zum Anderen auch für die Persönlichkeit des Anderen. Denn schließlich bedeutet ein solcher Austausch auch, nicht nur gemeinsam zu lernen, sondern auch, gemeinsam Freizeit zu verbringen. Verankert im Grundrecht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung ist dies eine schöne Form der Erweiterung dieses Grundrechtes, welche über den Tellerrand hinaus schaut. Es seht hier auch immer die Frage im Vordergrund: „Wie ist es eigentlich bei den Anderen..?“.

09 Sep

Bilingualer Unterricht

Ähnlich wie im Kindergarten gibt es auch in Schulen den Trend zum bilingualen Unterricht. Durch dieses Konzept sollen die Sprachkompetenzen der Schüler, welche sie in einer Fremdsprache erwerben, erweitert werden. Für dieses zusätzliche Sprachtraining gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Zum Einen hat man Konzepte entwickelt, welche auf den Ablauf von kompletten Unterrichtssequenzen in einer Fremdsprache abzielen. Meist wird hierfür Englisch gewählt. So gibt es an manchen Schulen die Kombination von Englisch mit einem anderen Unterrichtsfach, wie etwa Geographie. Dieses fach heißt dann „Erdkunde – Englisch“. Wie der Name bereits voraussagt, wird Erdkunde in englischer Sprache unterrichtet, was zur Folge hat, dass die Schüler aufgefordert sind, Beiträge in Englisch zu geben und auch ihr englisches Vokabular erweitern können – eben um Vokabeln, welche eher im Fachbereich Geographie angesiedelt sind.

Der Nachteil dieses Konzeptes ist, dass schwächere Schüler hier weniger zum Zuge kommen, sich vielleicht nicht trauen, einen Beitrag vor der ganzen Klasse zu geben, weil sie befürchten, ihr Englisch wäre zu schlecht. Damit diese Schüler in der Masse nicht untergehen, sind Konzepte zu empfehlen, in denen man entweder auch auf Deutsch antworten kann, oder in denen es nicht zwingend ist, dass der Unterrichtsinhalt komplett auf Englisch ist. Der Lehrer könnte beispielsweise auch nur die Arbeitsaufträge und die Diskussionen in Englisch gestalten.

Weitere Konzepte, die nicht durchgehend in der Fremdsprache abgehalten werden, sind beliebt, zum Beispiel, dass man einen Film in der Fremdsprache anschaut oder dass man englische Lektüren liest . Eine andere Möglichkeit bietet auch der Schüleraustausch, indem die Schulklasse Gleichaltrige aus dem europäischen Ausland kennen lernen und auch in diesem Land besuchen kann. Diesem Thema haben wir einen extra Beitrag gewidmet.

Gerne gesehen sind auch native speaker, also Menschen, deren Muttersprache zum Beispiel Französisch oder eine andere Fremdsprache, welche an der Schule gelehrt wird, ist. Diese besuchen die Schulklasse und berichten in ihrer Muttersprache über die Kultur ihres Heimatlandes, über Bräuche und auch die politische Situation. Die Schüler können dann in der jeweiligen Sprache Fragen stellen, welche sie sich zuvor in Kleingruppen ausgedacht haben. Durch diese reduzierten Formen des zweisprachigen Unterrichts, ist auch das Recht auf Bildung und Teilhabe für leistungsschwächere Schüler gewährleistet.

09 Sep

Bilinguale Erziehung

Europa wächst immer stärker zusammen. In Deutschlands Kindertageseinrichtungen sind zunehmend Kinder mit Migrationshintergrund zu finden, vor allem Kinder, deren Familien ursprünglich aus der Türkei, aus Italien oder den osteuropäischen Ländern wie etwa Polen stammen. Häufig wachsen diese Kinder zweisprachig auf. Und auch die Kindertageseinrichtungen reagieren auf diese Entwicklungen.

So gibt es zum Beispiel Betreuerinnen, die nur für die Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden. Diese entwickeln spezielle Förderprogramme für Kinder mit Migrationshintergrund, in denen sie ihnen spielerisch die deutsche Sprache und die Grammatik lernen. Dies ist besonders wichtig in Einrichtungen, deren Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund etwa 60% aller Kinder betrifft (zum Beispiel in Ballungsgebieten). Häufig sprechen deren Eltern nicht gut Deutsch und können es den Kindern somit nicht selbst ausreichend beibringen.

Aber auch andere Sprachen werden bereits in den Kindergärten angeboten vor allem Englisch und Französisch. Hier reagierte man auf den zunehmenden Leistungsdruck, dem Kinder bereits in der Schule ausgesetzt sind. Durch das spielerische Lernen einer Fremdsprache im Kindergarten kann man in der Schule auf die bisher gemachten Erfahrungen zurück greifen und hat es somit in der Schule leichter. Gelernt werden zum Beispiel Sätze wie „Mein Name ist… ich bin 6 Jahre alt“.

Das Erlernen einer fremden Sprache bereitet Kindern sehr viel Freude. In den Einrichtungen wird diese Motivation der Kinder aufgegriffen. Zudem ist erwiesen, dass man in den ersten 6 Lebensjahren am besten lernen kann und dass diese gemachten Erfahrungen uns sehr prägen. Kein Wunder also, dass viele Eltern ihre Kinder bereits im Kindergarten mit einer Fremdsprache vertraut machen möchten. Zu beachten ist jedoch, dass dies nur geschehen sollte, wenn das Kind auch damit einverstanden ist. Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck!

So lange solche Lernprogramme spielerisch ablaufen und dem Kind Freude machen, ist dagegen nichts einzuwenden. Ein Spielturm für Kinder mit verschiedenen Verstecken in denen Bilderkarten zu finden sind zu denen die Kinder Schritt für Schritt neue Begriffe lernen ist hier nur eine von zahlreichen Möglichkeiten. Wir sollten uns immer wieder bewusst macht, dass es sich noch immer um ein Kind handelt. Lernen muss es in seiner Schullaufbahn noch genug – können Sie ihm also ausreichend Freizeit und vor allem Zeit zum Spielen mit seinen Freunden. Es hat ein Recht darauf!

09 Sep

Frühförderung

Bereits im frühen Kindesalter, nicht erst im Kindergartenalter werden Kinder heutzutage gefördert. Dies geschieht zum Beispiel zu Hause durch eine Tagesmutter oder die Eltern, oder in Kindertageseinrichtungen wie etwa einer Kinderkrippe oder einem Kindergarten. Manche Kinder besuchen auch eine schulvorbereitende Einrichtung (SVE). All diese Institutionen und Förderorte dienen der Frühförderung des Kindes.

Frühförderung meint, Kinder und ihre Fähigkeiten bereits recht früh zu schulen. Oft geschieht dies am Grundsatz „Fordern und Fördern“. Dies gelingt recht einfach im Alltag, zum Beispiel durch Spielzeug wie das von Fisher Price oder Playmobil. Das Kind kann (je nach Spielzeug) seine Fähigkeiten ausbilden und verbessern, wie etwa das räumliche Vorstellungsvermögen, die Feinmotorik oder die Empathiefähigkeit.

Manche Spielsachen können auch zum Training der sozialen Fähigkeiten genutzt werden. Diese kann man beispielsweise durch das Spielen mit Puppen trainieren. Gerade auch die Produkte von Fisher Price fördern die Wahrnehmung der Kinder und unterstützen bei Lernprozessen wie zum Beispiel dem Zahlenerwerb. Diese Frühförderung ist für Kinder enorm wichtig, damit sie Freude am Lernen haben. Auch wird ihre Neugier gefördert und positive Lernerlebnisse stabilisieren das kindliche Selbstbewusstsein. Dieses gute Selbstbewusstsein ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung einer guten Ich – Identität.

Eltern sind anfangs vielleicht ein wenig überfordert, wenn sie sich all die Fördermaßnahmen anschauen, die in Deutschland für Kinder ermöglicht werden. Sie werden sich vielleicht fragen, ob es wirklich nötig ist, dass Kinder nun bereits im Kindergartenalter Englisch lernen sollen. Darüber streiten sich die Geister. Schön ist jedoch, dass die Kinder überhaupt diese Möglichkeit haben. In anderen Ländern sieht es da ganz anders aus! Gut ist auch, dass bereits in einem solchen frühen Stadium auffällt, wenn Kinder Defizite haben, die nur mit besonderen Fördermaßnahmen ausgeglichen werden können. Nicht jedes Land hat eine so gute Diagnostik wie Deutschland!

Daher ein Tipp: Gehen Sie regelmäßig mit dem Kind zum Arzt, damit Beeinträchtigungen oder Entwicklungsstörungen schnell festgestellt werden können. Eine gute Frühförderung kann diese Entwicklungsstörungen wieder ausgleichen und das Kind kann sich positiv entwickeln!

09 Sep

Kinderrechte in Europa

Als Kinderrechte bezeichnet man die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Diese wurden in der UN – Kinderrechtskonvention festgeschrieben, welche auch von den meisten Ländern weltweit anerkannt ist. Verabschiedet wurden diese Rechte durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1989.

Folgende Kinderrechte wurden festgelegt:

  • Recht auf eine gewaltfreie Erziehung
  • Schutz vor Ausbeutung
  • Recht auf Bildung
  • Rechte der Familie auf Schutz
  • Recht auf staatliche Unterstützung bei Erziehungsproblemen
  • Recht auf Beteiligung bei Entscheidungen, die sie betreffen
  • Recht auf Fürsorge
  • Recht auf Ernährung
  • Recht auf Partizipation
  • Recht auf Meinungsäußerung
  • Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt
  • Recht auf Gesellschaft und Freunde jeder Art
  • Recht auf Schule, Ausbildung und Selbstständigkeit
  • Recht auf Eigentum
  • Recht auf Freiheit

Zu bemerken ist allerdings, dass diese Rechte nicht unbedingt in den Gesetzen der jeweiligen Staaten verankert sind. Dies bedeutet, dass sich zwar alle darüber einig sind, dass die genannten Rechte den Kindern zustehen, die Umsetzung und den Schutz dieser Rechte und somit auch der Kinder liegt in der Hand des jeweiligen Staates. Daraus folgt, dass es in einigen Ländern noch große Missstände gibt, was die Einhaltung dieser Rechte angeht, wohl auch deswegen, weil sie nicht verbindlich in ihrer Umsetzung und in der Art und Weise der Umsetzung vorgeschrieben sind.

So gibt es beispielsweise Staaten, in denen das Recht auf Schutz vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt verletzt wird, und man die Kinder nicht ausreichend schützt oder schützen kann. In anderen Staaten wird das Recht der Kinder auf Bildung verletzt, zum Beispiel in all jenen, in denen Kinder in jungen Jahren zu schwerer körperlicher Arbeit gezwungen sind.

Auch in Deutschland gibt es (auch im Bezug auf Bildung) noch Missstände, zum Beispiel die Tatsache, dass man hierzulande bessere Bildungschancen hat, wenn die Eltern die dafür benötigten finanziellen Mittel vorweisen können (wie etwa für Nachhilfeunterricht oder Hobbies und natürlich auch, um die Studiengebühren finanzieren zu können). Dies sind auch Fakten, die sich nicht abstreiten lassen. Möglichkeiten der gerechten Bildung für alle Kinder sehen anders aus!

Bild: Gerd Altmann  / pixelio.de

09 Sep

Recht auf Bildung

Das Recht auf Bildung ist eines, welches in der Regel sehr ernst genommen wird. So auch in Deutschland, wo es auch im Grundgesetz verankert ist. Dies zeigt sich bereits daran, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt, dass also alle Kinder die Schule besuchen müssen. Dort werden sie nach besten Möglichkeiten individuell gefördert. So sieht zumindest die Theorie aus.

In der Wirklichkeit ist jedoch auch in Deutschland nicht immer alles so rosig. Natürlich muss jedes Kind die Schule besuchen. Diese Verpflichtung sollte jedoch auch für den Kindergartenbesuch gelten, um eine Chancengleichheit der Kinder, was die (Schul-) Bildung angeht, herzustellen. Dadurch, dass einige Kinder den Kindergarten nämlich nur im letzten Jahr besuchen, versäumen sie wichtige Dinge, die ihnen diejenigen, die den Kindergarten besucht haben, in der Schule voraus haben.

Im Kindergarten und in anderen Kindertageseinrichtungen für Vorschüler werden nämlich wichtige Basiskompetenzen und Fähigkeiten erlernt, welche in der Schule vorausgesetzt werden. Hierzu gehören zum Beispiel das Binden der Schuhe, erste Erfahrungen mit Zahlen, Buchstaben und Lauterkennung, das Ausschneiden und Ausmalen, sowie der Umgang mit weiterem Schreibmaterial. Eine wichtige Rolle spielen bei Kindern mit Migrationshintergrund auch die Sprachkenntnisse, welche sie im Kindergarten trainieren können. In der Schule können große Lücken nur schwer aufgeholt werden – es droht der Wechsel in eine Förderschule.

Doch auch auf sozialer Ebene ist eine gemeinsame Kindergartenzeit wichtig, denn schließlich besucht man mit den Gleichaltrigen Kindergartenkindern auch eine Grundschulklasse. Ein Kind, dass erst im letzten Kindergartenjahr hinzu kommt, findet schwerer Anschluss. Auch kann sein Sozialverhalten weniger ausgebildet werden als dies der anderen Kindern, die den Kindergarten regelmäßig besuchen. Durch den häufigen Kontakt mit anderen Kindern erlernen diese Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Empathie oder Konfliktbewältigung.

Sie sehen also: Das Recht auf Bildung ist zwar gegeben, sie verläuft jedoch nicht für alle Kinder optimal. Nach wie vor hängt das Bildungsniveau eines Kindes noch immer stark von den Eltern und deren Einstellung zu Bildung ab (ob sie das Kind früh in den Kindergarten schicken oder nicht) und auch von deren Einkommen. Zum Beispiel können es sich die wohlhabenderen Eltern eher leisten, ihrem Kind Nachhilfestunden zu zahlen. Wir sind also noch lange nicht am Ziel, was Gleichberechtigung angeht!