18 Feb

Was genau macht eigentlich ein Notar?

Der Beruf des Notars, weist auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit dem des Rechtsanwalts auf. In der Tat absolvieren Vertreter dieser Berufe zunächst dasselbe Studium. Beide befassen sich mit Gesetzen, deren Auslegung und dem Klären von Rechtsfragen. Aber im Unterschied zum Anwalt, der immer für eine Seite Partei ergreift, nimmt der Notar eine neutrale Position ein. Dabei ist das Gebiet der sogenannten Rechtsgeschäfte, denen er sich widmet, gesetzlich geregelt und umfasst die Bereiche Grundstücksrecht, Erbrecht, Familienrecht und Gesellschaftsrecht.

Der deutsche Gesetzgeber schreibt vor, dass beispielsweise Grundstückskaufverträge, Gründungsverträge von Gesellschaften und Erbverträge notariell beurkundet sein müssen, um überhaupt ihre Gültigkeit zu erlangen. Auch wenn in diesen Fällen eine Beurkundungspflicht herrscht, ist es nicht zwangsläufig der Notar, der die betreffenden Vertragsentwürfe aufsetzt, was diesen Sachverhalt aber nicht ausschließt. Daher gehört auch das Verfassen von juristisch einwandfreien Texten zu seinen Aufgaben. Da der Notar keine Partei für einen der Vertragspartner ergreift, ist er somit allen Beteiligten in gleicher Weise verpflichtet und steht diesen rechtsberatend und als Betreuer zur Verfügung.

Im Bereich des Grundstücksrechts setzt sich der Notar mit Immobilien auseinander und berät in vertraglichen Dingen wie beim Kauf, bei Schenkungen oder einer vorweggenommenen Erbfolge. Beim Erbrecht übernimmt er unter anderem die Verwaltung des Testaments, das Aufsetzen eines Erbvertrages oder die Nachlassverteilung und deren Überwachung.

Das Familienrecht schreibt vor, dass Ehe- bzw. Scheidungsverträge notariell beurkundet sein müssen, da sie ansonsten schlichtweg ungültig sind und somit auch keinen Bestand vor Gericht haben.

Der Notar ist also in erster Linie ein Amtsträger, zu dessen Pflichten die Aufklärung und Belehrung in allen Belangen, die seinen Aufgabenbereich betreffen, gehört. Doch er überwacht auch, ob die Vertragsbedingungen von allen Beteiligten eingehalten und umgesetzt werden.

Der Notar hat genau über gewisse Tätigkeiten Buch zu führen, was mit Hilfe einer sogenannten Urkundenrolle geschieht, in die diese Amtshandlung einzutragen ist. Welche Amtstätigkeiten zu protokollieren sind, ist ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben.

Sollten diese einführenden Erläuterungen zum Aufgabenfeld eines Notars Ihr Interesse geweckt haben, stehen Ihnen auf http://www.notarfrankfurt.net noch mehr Informationen zur Verfügung.